Über uns

Wir sind eine christlich ökumenisch orientierte, verbandsunabhänige Pfadfindersiedlung. Bei uns sind zur Zeit etwa 22 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren aktiv. Zugehörig fühlen wir uns zur katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist, Stade. Wir sind auch in den benachbarten evangelischen Kirchengemeinden aktiv und sehen  den Islam und das Judentum als Partnerreligionen mit denen wir kooperieren.

 

Bei uns darf jeder Pfadfinder sein, egal welcher Religion, Hautfarbe, Nationalität, persönlicher Präferenzen.

 

Wir sind nicht nach Altersgruppen getrennt, wir spielen, lachen, arbeiten und finden unsere Pfade gemeinsam. Unsere Angebote an Kinder und Jugendlichen sind dennoch altersentsprechend differenziert. Es gilt immer unser pfadfinderische Grundsatz:Der Große schützt den Kleinen.

 

Unsere Aktionen sind vielfältig und bunt. So haben wir z.B. miteinander Apfelsaft gepreßt, uns ein ganzes Wochenende mit der Reformation beschäftigt, Hamburg unsicher gemacht, gekocht, gesungen und gebastelt. Wir beten sogar gemeinsam :-). Den ersten Gottesdienst für Menschen und Tiere wurde von uns FranzisKlaraInnen 2016 in St. Josef organisiert. Der Zweite folgt. Die Waldgebiete unseres Landkreises haben wir durchforstet ebenso wie unsere Heimatstadt Stade. Und wenn Sie / Ihr Euch wundert, warum der Elbstrand und die Insel Lühesand so schön aufgeräumt sind, das waren wir. Selbst Helgoland ist nicht vor uns sicher. Denn unsere Schwarzzelte und unser Siedlungsbanner trotzen dem Wind am dortigen Strand. Wir sind eine starke Gemeinschaft, denn wir stehen füreinander ein. Wir bilden uns eine eigene Meinung.

 

Wir Begleiter sind keine Erzieher oder Leiter, wir begleiten die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Pfad, bieten Hilfestellungen, zeigen Lösungswege und Alternativen auf. Der Pfad zum selbstverantwortlichen Denken und Handeln ist das Ziel.

 

Wie Franziskus und Klara verfolgen wir unsere Pfade mit einfachen Mitteln. Geld und Wertgegenstände sind nebensächlich, sogar hinderlich.

 

Unsere Gruppenstunden, Feste, Aktionen gestalten wir in der Regel vegetarisch. Dies nicht als anzunehmende Weltanschauung, sondern mit Rücksicht auf Gottes Schöpfung, deren Schutz wir uns verschrieben haben.

 

 

 

Kuraten:

Pfarrer Timm Keßler

Pfarrer i.R. Oskar Rauchfuß

Begleiter:

Nora Faby

Elke Gümpel

Christian Gümpel

Warum Klara und Franziskus als Vorbilder unserer Siedlung?

17. März 2013,  Franz Alt hat dies sehr treffend zusammen gefaßt


Franziskus war arm, Ökologe und Pazifist - und die Kirche?


Welch ein Anspruch! Erstmals wagt ein Papst sich Franziskus zu nennen. Der Heilige Franz war konsequenter Ökologe, überzeugter Pazifist, echter Tierfreund und radikal arm. Dieser Anspruch ist heute geradezu revolutionär und steht in krassem Wiederspruch zu Prunk und Protz der real existierenden Amtskirche. Die letzten Päpste hießen Benedikt, Johannes, Paul, Pius oder Leo. Aber noch nie hatte einer gewagt, sich Franziskus, also sich nach dem populärsten Heiligen, zu nennen. Der Anspruch war zu groß.


Ist also der neue Papst verrückt oder nur verwegen, mutig oder vielleicht einfach naiv?

In den ersten Tagen wird von allen Beobachtern seine Bescheidenheit gelobt. Das ist schon viel bei einem solchen Amt in dieser außenorientierten Zeit. Aber der Heilige aus Assisi war nicht nur bescheiden, er war geradezu revolutionär, sein Vorbild war Jesus in aller Konsequenz. Der Radikalität des Heiligen Franz ist geradezu zum Fürchten. Geht so was noch im 21. Jahrhundert?

Im frühen 13. Jahrhundert war Franziskus Gottes grüner Krieger. Er predigte den Vögeln, umarmte den Wolf, griff leidenschaftlich Papst und Kirche an, war der Heilige der Armut und pries in seinem unsterblichen Sonnengesang Sonne und Mond als unsere Geschwister.

Es steckt also ein gewaltiger und sehr moderner Anspruch im Namen des neuen Papstes, sozusagen ein ökosoziales Zukunftsprogramm. Franziskus tritt aber damit ein äußerst gefährliches Erbe an.

Die Vatikan-Bank ist in kriminelle Machenschaften verstrickt. Beim Thema Bewahrung der Schöpfung war die Stimme der Kirche kaum vernehmbar so wie tausend Jahre lang bei fast allen Kriegen. Kann also jetzt alles anders werden? Ökosozial und konsequent pazifistisch statt marktradikal und angepasst?

Franziskus war konsequenter Jesus-Nachfolger, Gottes-Menschen- und Tierfreund. Doch die Kirche hat aus Jesus das "liebe Jesulein" und aus Franziskus den komischen Heiligen und verkitschten Tierliebhaber gemacht.

Tatsächlich ist Franziskus aber der Jahrtausendheilige

Und erstmals wagt ein Papst, sich nach ihm zu nennen, ihn als Vorbild zu preisen. Es wird sich zeigen, ob der neue Name nur ein populärer PR-Gag ist oder ein aufregendes, die Welt veränderndes Programm und Abenteuer.

Es ist zum Beispiel unvorstellbar, dass Franz von Assisi anderen Menschen vorgeschrieben hätte, wie sie sexuell orientiert zu sein haben. Wer wie Franziskus Liebe predigt, darf die Homo-Liebe nicht diffamieren. Und wer von Gerechtigkeit spricht, darf Frauen nicht von Kirchenämtern ausschließen. Jesus wusste, warum er gesagt hat: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."

Auch Papst Franziskus wird an seinen Taten gemessen werden. Sein Pontifikat kann die Welt verändern.


Wir sind Mitglied im

Copyright @ FranzisKlara.de

All Rights Reserved